Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Kerndienste funktionieren?

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Kerndienste funktionieren?

Damit die Kerndienste arbeiten können, müssen Grundvoraussetzungen vorhanden sein, wie Portfreigabe und alternative LoginPipe muss konfiguriert sein. Anderenfalls ist kein Login der technischen Benutzer möglich. 

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Der Windows-Benutzer, der installiert, sollte lokale Admin-Rechte haben und die Benutzerkontensteuerung darf nicht auf höchstem Level stehen. 

  2. Für die Installation eine Kerndienstes wird ein laufender enaio Server / Applikationsserver benötigt.

  3. Es muss ein technischer Benutzer vorhanden sein mit ausreichend Rechten und der Systemrolle "Serverkontextwechsel". Grund ist, dass die Rechte der Benutzer geprüft werden müssen. Der technische Benutzer führt dazu einen Kontextwechsel aus.

  4. Sofern das Passwort verschlüsselt abgelegt werden soll, dann das Passwort des technischen Benutzers bereithalten. 

  5. Die Ports müssen auf den Servern freigegeben werden, auf denen sie installiert sind, siehe auch Welcher Kerndienst macht was? und help-Seiten bei Systemvoraussetzungen. 
    Standardports: 

    1. Gateway: 80, 8080 (=Contentviewer), 443 (falls SSL aktiv ist)

    2. Appconnector (= OSREST): 8060

    3. OSFTS/Intrafind/ElasticSearch:
      Version < 8.50: 8040+8041+9200+9300
      Ab 8.50: nur noch 8041

    4. Documentviewer: 8070

    5. Servicemanager:
      Version < 8.50: 9307+8888
      ab 8.50: 7273 und auf dieser Seite die Ports der installierten Komponenten ermitteln Dies kann aktiv sein: 9300, 9307+8888, 7261, 7281, 7361, 8045, 7241, 7371, 8040 …

    6. Webclient (= OSWEB): 9090 (ab enaio 10.10 als Service im Servicemanager und neuem Port)

    7. Webservice (= OSWS bzw. ECMWS): 8050 (ab enaio 11.00 nicht mehr verfügbar)

  6. alternative LoginPipe: 

    1. Bitte im enaio Enterprisemanager starten und bei den Servereigenschaften alle IP-Adressen eintragen, auf denen enaio Kerndienste installiert sind. Trennzeichen = Semikolon
      Als Login-Pipe I eintragen. Sollte der Webclient installiert sein, ist UI nötig.

      enaio <10.00: Bei Benutzer muss ein * eingetragen werden. 
      Ab  enaio 10.00: Bei Benutzer nur noch die konfigurierten technische Benutzer der Kerndienste und Services eingetragen:

  7. Für einige Kerndienste müssen die Desktop-Interaktionen im Windows freigeschaltet werden. Dazu gehören: Der Applikationsserver (wenn er Protokolle erstellen soll oder serverseitige Datenübernahme ausführen soll) und der/die Documentviewer.  
    Laut Windows soll das über die Diensteigenschaft ermöglicht werden. Dies kann aber nur bei "lokales System" gesetzt werden.  


    Sicherer und wirkungsvoller ist es aber, wenn man diese Ordner anlegt. Wichtig ist auch: Bei Windows-Patchen oder Gruppenrichtlinie könnte ausgerollt werden, dass diese Ordner wieder entfernt werden. Beim Kunden sollte sichergestellt sein, dass die beiden Ordner erhalten bleiben:
    %windir%\system32\config\systemprofile\Desktop
    %windir%\syswow64\config\systemprofile\Desktop
    Beispiel:

  8. Beim Virenscanner sollten die Programmverzeichnisse und die Log-Verzeichnisse ausgeklammert werden von der Prüfung. Einige Virenscanner sind so aggressiv, dass die Installation behindert oder gestört wird. Wenn möglich bitte die Virenscanner ausschalten. 



Die Installation sollte stets explizit "als Administrator ausführen"  erfolgen. Es könnten auch Virenscanner die Installation verhindern oder Dateien entfernen (aus dem Setup oder den Programmverzeichnissen). Bitte beachten. 

 

Verwandte Artikel